Weihnachten ist eine der umsatzstärksten Einkaufszeiten des Jahres. In dieser Phase erzielen Händler hohe Gewinne, während Verbraucher zunehmend online einkaufen, um Menschenmengen zu vermeiden.
Genau in dieser Zeit verzeichnen Cyberkriminelle jedoch auch die meisten Betrugsfälle des Jahres.
Deshalb erklären wir heute die häufigsten Weihnachtsbetrügereien und wie man sie verhindern kann.
KI-gestütztes Liefer-Phishing (SMS und WhatsApp)
Dies ist weltweit die häufigste Betrugsform. KI generiert Nachrichten, die sich als Paketdienste wie UPS, FedEx, DPD oder Royal Mail ausgeben. Der enthaltene Link führt zu gefälschten Webseiten, die Zugangsdaten stehlen oder zu betrügerischen Zahlungen auffordern.
• Gefälschte Zustellbenachrichtigungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt.
• Die Nachrichten verwenden eine Sprache, die den echten Diensten sehr ähnlich ist.
Gefälschte Online-Shops mit autonomen Chatbots
Cyberkriminelle erstellen gefälschte Weihnachts-Onlineshops mit angeblichen „Mega-Rabatten“. Viele davon nutzen KI-Chatbots, die Anfragen beantworten und Vertrauen aufbauen sollen.
• Die Zahl betrügerischer Domains ist seit dem Black Friday gestiegen und wächst im Dezember weiter.
• Einige Webseiten verfügen über funktionierende Warenkörbe, Bestätigungs-E-Mails und gefälschte Sendungsverfolgungssysteme.
Gewinnspiel- und Promotionsbetrug in sozialen Netzwerken
Gefälschte Konten auf Facebook, Instagram oder TikTok werben mit Weihnachtsgewinnen oder exklusiven Geschenken. Um diese zu erhalten, sollen Nutzer eine kleine „Versandgebühr“ bezahlen.
• Die meisten betrügerischen Konten sind weniger als 90 Tage alt.
• Profile bekannter Marken werden imitiert, um Seriosität vorzutäuschen.
Wie erkennt man Betrugsanzeichen?
• Verdächtige URLs oder Rechtschreibfehler.
• Ungewöhnliche Zahlungsaufforderungen, z. B. Geschenkkarten, Kryptowährungen oder Überweisungen.
• Fehlender echter Kundensupport: keine Telefonnummer, keine physische Adresse, nur eine allgemeine E-Mail.
• Neu erstellte Profile in sozialen Netzwerken.
• Nachrichten, die gezielt Dringlichkeit erzeugen, wie „Ihr Paket wurde zurückgehalten“ oder „Sie haben einen Weihnachtsgewinn gewonnen“.
• Nachahmung großer Marken durch gefälschte Absendernamen.
• Unstimmigkeiten zwischen Absendername und E-Mail-Adresse – eines der häufigsten Betrugsmerkmale.
Schädliche Kampagnen verbreiten sich über SMS, E-Mail, soziale Netzwerke und sogar über Suchmaschinenwerbung. In diesem Jahr besonders auffällig sind:
• KI-generierte E-Mails, die den Stil bekannter Marken sehr genau nachahmen.
• Gefälschte Shops, die innerhalb weniger Minuten erstellt werden, inklusive Chatbots und simulierten Kaufprozessen.
• Telefonanrufe mit synthetischen Stimmen, die die emotionale Manipulation verstärken.
• Automatisierte Kampagnen, die in großem Umfang tausende betrügerische Seiten, Nachrichten und Anzeigen verbreiten können.
Empfehlungen zur Vermeidung von Weihnachtsbetrug
• Webseiten immer direkt über die offiziellen Adressen aufrufen und keine unaufgeforderten Links nutzen.
• Vorsicht bei dringenden Nachrichten, unerwarteten Gewinnspielen oder unbekannten Anrufen.
• Keine persönlichen oder finanziellen Daten weitergeben, es sei denn, der Kontakt wurde selbst initiiert.
• Bei Angeboten, die zu gut erscheinen, um wahr zu sein, skeptisch bleiben – in den meisten Fällen sind sie es auch nicht.