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Synology warnt vor Ransomware-Angriffen auf NAS-Geräte mit veralteten DSM-Versionen

Der Technologiehersteller hat vor Cyberangriffen auf NAS-Geräte gewarnt, auf denen verwundbare Versionen seines Betriebssystems DiskStation Manager (DSM) ausgeführt werden. Ziel der Angriffe ist es, gespeicherte Daten zu verschlüsseln und anschließend Lösegeld zu fordern. Damit rückt die Sicherheit von Speichersystemen erneut in den Fokus.

Die Datensicherheit steht wieder verstärkt im Mittelpunkt. Ransomware-Angriffe stellen nach wie vor eine Bedrohung für Unternehmen und Privatpersonen dar, insbesondere wenn sie Systeme betreffen, auf denen wichtige Informationen gespeichert sind.

Im aktuellen Fall steht Synology im Mittelpunkt, einer der führenden Hersteller von Network-Attached-Storage-Lösungen (NAS), deren Geräte sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Umfeld eingesetzt werden.

Am 29. Oktober 2026 veröffentlichte das Unternehmen eine Sicherheitswarnung, in der es vor Angriffen auf Geräte warnte, auf denen weiterhin veraltete DSM-Versionen ausgeführt werden.

Laut der offiziellen Mitteilung nutzen die Angreifer eine Sicherheitslücke aus, für die bereits seit Dezember 2024 ein Sicherheitspatch verfügbar war.

Der Hersteller empfiehlt, betroffene Geräte umgehend zu aktualisieren und automatische Updates zu aktivieren.

Was ist bei Synology passiert?

Synology hat Cyberangriffe identifiziert, deren Ziel es ist, die auf bestimmten NAS-Geräten gespeicherten Daten zu verschlüsseln und im Gegenzug für deren vermeintliche Wiederherstellung Lösegeld zu verlangen.

Die Sicherheitswarnung steht im Zusammenhang mit einer Ransomware-Kampagne, durch die die Speichersysteme einiger Nutzer gefährdet wurden.

Technische Informationen externer Sicherheitsforscher bringen diese Kampagne mit C3RB3R in Verbindung, einer Ransomware-Variante aus der Cerber-Familie.

Allerdings ist es wichtig, die Quellen voneinander zu unterscheiden: Die Mitteilung von Synology bestätigt die Angriffe und die Ausnutzung einer Sicherheitslücke. Die konkrete Identifizierung der Schadsoftware als C3RB3R stammt hingegen aus Untersuchungen Dritter.

Besonders relevant ist der Hinweis des Herstellers, dass für die ausgenutzte Sicherheitslücke bereits eine entsprechende Sicherheitskorrektur veröffentlicht worden war.

Dies zeigt, dass die Aktualisierung von Systemen nicht nur dazu dient, neue Funktionen bereitzustellen, sondern eine grundlegende Maßnahme ist, um zu verhindern, dass bekannte Sicherheitslücken weiterhin ein Risiko darstellen.

Was ist Synology und welche Geräte können betroffen sein?

Synology ist ein Technologieunternehmen, das sich auf Network-Attached-Storage-Lösungen, Datenschutz, Unternehmenszusammenarbeit und die Verwaltung von IT-Infrastrukturen spezialisiert hat.

Zu den bekanntesten Produkten des Unternehmens gehören NAS-Geräte, die dazu dienen, Informationen zu speichern und über mehrere mit einem Netzwerk verbundene Geräte hinweg zu verwalten.

Solche Geräte kommen sowohl in kleinen Unternehmen und Büros als auch in großen Organisationen und Privathaushalten zum Einsatz.

Die Sicherheitswarnung bedeutet nicht, dass alle Synology-Produkte betroffen sind. Das Risiko betrifft insbesondere Geräte, auf denen verwundbare DSM-Versionen ausgeführt werden.

Deshalb sollten Nutzer überprüfen, welche Version auf ihrem Gerät installiert ist, und kontrollieren, welche Updates für ihr jeweiliges Modell verfügbar sind.

Was ist DSM und warum ist es für die Sicherheit wichtig?

DSM (DiskStation Manager) ist das von Synology entwickelte Betriebssystem für seine NAS-Geräte.

Es lässt sich mit Windows auf einem Computer oder Android auf einem Smartphone vergleichen: Es handelt sich um die Software, mit der die wichtigsten Funktionen des Geräts verwaltet und gesteuert werden.

Über DSM können Nutzer unter anderem:

  • Dateien verwalten: Gespeicherte Dokumente, Ordner und Dateien organisieren.
  • Benutzer verwalten: Konten erstellen, Berechtigungen festlegen und kontrollieren, wer auf Informationen zugreifen darf.
  • Datensicherungen konfigurieren: Backups planen und verschiedene Datenschutzlösungen verwalten.
  • Anwendungen verwalten: Zusätzliche Tools installieren und verwalten.
  • Sicherheit steuern: Verbindungen, Authentifizierung und verschiedene Schutzoptionen konfigurieren.
  • Speicher verwalten: Festplatten, Volumes und RAID-Konfigurationen überwachen.

Gerade aufgrund der zentralen Bedeutung von DSM für den Betrieb eines NAS-Geräts ist es entscheidend, das System stets aktuell zu halten.

Wie jedes Betriebssystem kann auch DSM Sicherheitslücken enthalten, die von Cyberkriminellen ausgenutzt werden können, wenn sie nicht durch entsprechende Updates geschlossen werden.

Was ist die Ransomware C3RB3R?

Ransomware ist eine Art von Schadsoftware, die den Zugriff auf die Dateien eines Opfers verhindert, indem sie diese verschlüsselt.

Die Angreifer fordern üblicherweise eine Geldzahlung und versprechen im Gegenzug ein angeblich geeignetes Werkzeug zur Wiederherstellung der Informationen.

Im Fall von C3RB3R bringen veröffentlichte Untersuchungen diese Bedrohung mit Angriffen auf Synology-NAS-Geräte in Verbindung.

Betroffene Dateien können unzugänglich werden. Dadurch sind Dokumente, Fotos, Datenbanken und andere gespeicherte Inhalte gefährdet.

Für ein Unternehmen können die Folgen weit über den vorübergehenden Verlust des Zugriffs auf einige Dokumente hinausgehen.

Ein Angriff dieser Art kann folgende Konsequenzen haben:

  • Unterbrechungen des Geschäftsbetriebs.
  • Verlust des Zugriffs auf wichtige Informationen.
  • Wirtschaftliche Kosten im Zusammenhang mit der Wiederherstellung.
  • Mögliche Offenlegung vertraulicher Informationen.
  • Reputationsschäden und Vertrauensverlust bei Kunden.
  • Schwierigkeiten bei der Wiederaufnahme des Betriebs, wenn keine unabhängigen Datensicherungen vorhanden sind.

Laut technischen Untersuchungen von Drittanbietern könnte die Ransomware-Kampagne C3RB3R mit zwei kritischen DSM-Sicherheitslücken in Verbindung stehen:

  • CVE-2026-13639.
  • CVE-2026-13684.

Beide Sicherheitslücken sind in der Sicherheitsmitteilung Synology-SA-26:13 aufgeführt, die am 18. September 2026 veröffentlicht wurde.

Wie lässt sich ein Synology-NAS vor Ransomware-Angriffen schützen?

Angesichts dieser Situation hat der Hersteller Nutzer, die verwundbare Versionen verwenden, dazu aufgefordert, DSM umgehend zu aktualisieren.

Darüber hinaus empfiehlt Synology, automatische Updates zu aktivieren, um die Geräte auch künftig vor neuen Sicherheitslücken zu schützen.

In der offiziellen Sicherheitsmitteilung Synology-SA-26:13 werden folgende Versionen als korrigierte Versionen aufgeführt:

VersionSicherheitsupdate
DSM 7.47.4-90075 oder höher
DSM 7.37.3.2-86009-4 oder höher
DSM 7.2.27.2.2-72806-9 oder höher
DSM 7.2.17.2.1-69057-12 oder höher

Darüber hinaus gibt es weitere vorbeugende Maßnahmen, die berücksichtigt werden sollten:

1. DSM stets aktuell halten

Überprüfen Sie, welche Version auf Ihrem Gerät installiert ist, und installieren Sie die für Ihr jeweiliges Modell verfügbaren Sicherheitsupdates.

2. Automatische Updates aktivieren

Dadurch lässt sich das Risiko verringern, dass das System über längere Zeiträume nicht aktualisiert wird.

3. Fernzugriffe überprüfen

Vermeiden Sie es, Verwaltungsdienste des NAS unnötig dem Internet auszusetzen. Verwenden Sie nach Möglichkeit sichere Verbindungen über ein VPN.

4. Multi-Faktor-Authentifizierung aktivieren

Eine zusätzliche Sicherheitsebene erschwert unbefugte Zugriffe.

5. Sichere Passwörter verwenden

Vermeiden Sie Standardpasswörter und die Wiederverwendung identischer Passwörter bei verschiedenen Diensten.

6. Unabhängige Backups erstellen

Halten Sie Offline-Backups oder unveränderliche Datensicherungen bereit, mit denen sich die Daten im Falle eines Angriffs wiederherstellen lassen.

7. Die 3-2-1-Backup-Regel anwenden

Eine der am häufigsten empfohlenen Strategien zum Schutz von Informationen ist die sogenannte 3-2-1-Backup-Regel. Sie sieht Folgendes vor:

  • 3 Kopien der Daten: Die Originaldatei und zwei zusätzliche Kopien.
  • 2 unterschiedliche Speichermedien: Die Informationen werden auf zwei verschiedenen Gerätetypen oder Systemen gespeichert.
  • 1 externe Kopie: Mindestens eine Sicherungskopie wird außerhalb des Hauptstandorts aufbewahrt, beispielsweise an einem anderen physischen Standort oder in der Cloud.

Darüber hinaus empfiehlt es sich, mindestens eine dieser Sicherungskopien offline zu halten oder unveränderlich zu speichern. Dadurch wird es für einen Ransomware-Angriff schwieriger, diese zu verschlüsseln oder zu verändern.

Ebenso wichtig ist es, regelmäßig zu überprüfen, ob die Backups ordnungsgemäß funktionieren und die Daten tatsächlich erfolgreich wiederhergestellt werden können.

Eine bekannte Sicherheitslücke kann weiterhin ein Risiko darstellen

Einer der wichtigsten Aspekte dieser Warnung ist der Hinweis von Synology, dass eine Sicherheitslücke ausgenutzt wird, für die bereits ein entsprechender Sicherheitspatch verfügbar war.

Dies zeigt, dass die bloße Verfügbarkeit eines Patches nicht garantiert, dass alle Geräte geschützt sind, wenn ihre Administratoren diesen nicht installieren.

Diese Situation betrifft nicht ausschließlich NAS-Geräte. Sie kann ebenso Server, Computer, Unternehmensanwendungen und andere mit dem Internet verbundene Systeme betreffen.

Die regelmäßige Aktualisierung von Geräten sollte daher Bestandteil jeder IT-Sicherheitsstrategie sein, unabhängig von der Größe einer Organisation.

Fazit: Wer seine Daten schützt, schützt sein Unternehmen

Die Sicherheitswarnung von Synology verdeutlicht erneut, wie wichtig es ist, Speichersysteme aktuell zu halten und geeignete Schutzmaßnahmen umzusetzen.

Für viele Unternehmen ist ein NAS weit mehr als ein Gerät mit mehreren Festplatten: Es ist der Speicherort eines wesentlichen Teils ihrer täglichen Geschäftstätigkeit.

Deshalb sind Prävention, die Überwachung von Zugriffen und unabhängige Datensicherungen entscheidende Faktoren, um die Auswirkungen eines möglichen Cyberangriffs zu reduzieren.

Es geht nicht nur darum, zu verhindern, dass Unbefugte auf unsere Daten zugreifen, sondern auch darum, sicherzustellen, dass wir diese wiederherstellen können, wenn wir sie am dringendsten benötigen.

Ist Ihr Unternehmen auf einen Ransomware-Angriff vorbereitet?

Informationssicherheit ist eine Verantwortung, die jede Organisation betrifft – nicht nur ihre IT-Abteilung.

Quellen und Dokumentation

Offizielle Mitteilungen und Dokumentation

1. Synology - Offizielle Mitteilung zu Ransomware-Angriffen auf Geräte mit veralteten DSM-Versionen.
https://www.synology.com/en-global/company/news/article/C3RB3R/

2. Synology - Sicherheitshinweis SA-24:20 (2024).
https://www.synology.com/en-global/security/advisory/Synology_SA_24_20

3. Synology - Sicherheitshinweis SA-26:13 (18. September 2026).
https://www.synology.com/en-global/security/advisory/Synology_SA_26_13

4. Synology - Offizielle Datenbank der Sicherheitshinweise.
https://www.synology.com/en-global/security/advisory

Cybersicherheitsbehörden

5. Cyber Security Agency of Singapore – Sicherheitslücken in Synology DSM.
https://www.csa.gov.sg/alerts-and-advisories/alerts/al-2026-127/

6. CERT-FR - Sicherheitshinweis zu Schwachstellen in Synology DSM.
https://cert.cyber.gouv.fr/avis/CERTFR-2026-AVI-1209/

7. ENISA - Europäische Schwachstellendatenbank.
https://euvd.enisa.europa.eu/

Technische Untersuchungen und Analysen

8. 360 Security – Untersuchung zur Ransomware C3RB3R.
https://news.safe.360.cn/n/13055.html

9. Pwn.watch - Technische Analyse von C3RB3R und DSM-Sicherheitslücken.
https://pwn.watch/i/synology-dsm-cerber-c3rb3r-ransomware-cve-2026-13639-13684

10. Fanáticos del Hardware - Die Ransomware C3RB3R greift Synology-NAS-Geräte an.
https://fanaticosdelhardware.com/el-ransomware-c3rb3r-ataca-nas-synology-y-cifra-archivos-mientras-el-fabricante-pide-actualizar-dsm/