Laut dem britischen Nationalen Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) erlitt die kritische Infrastruktur Großbritanniens im vergangenen Jahr über 200 Cyberangriffe.
Man geht davon aus, dass etwa 75 % dieser Vorfälle mit staatlichen Akteuren in Verbindung stehen. Dies bedeutet, dass andere Länder versuchen, die Stabilität des Landes zu untergraben.
NCSC-Chef Richard Horne beschrieb die Situation als einen kontinuierlichen Wettlauf mit fähigen Angreifern, nicht als isolierte Vorfälle.
Er warnte zudem, dass künstliche Intelligenz das Risiko verschärfen könnte. Weiterhin nannte er das Jahr 2028 als möglichen Zeitpunkt, an dem diese Bedrohung Realität werden könnte.
Die Empfehlungen des Zentrums an andere Regierungen basieren auf den Grundprinzipien der Cybersicherheit: das Einspielen von Sicherheitspatches, die Stärkung der Authentifizierung und die konsequente Beseitigung kleinerer Schwachstellen, die sich zu kritischen Problemen entwickeln können.
Eine in Friedenszeiten vorhandene Sicherheitslücke kann in einem Konflikt ausgenutzt werden.
Das Beispiel Großbritanniens zeigt, dass Angriffe auf kritische Infrastrukturen häufig sind und das Risiko trotz staatlicher Unterstützung weiter steigen wird.
Für Unternehmen und Organisationen bedeutet dies, der Wiederherstellung Priorität einzuräumen und das Risiko solcher Vorfälle zu minimieren.