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Cyberangriffe | VIREN

Was ist ein Computervirus und wie können Sie sich davor schützen?

Computerviren gehören nach wie vor zu den häufigsten Bedrohungen in der digitalen Welt

Ein Computervirus ist eine Art von Malware (schädlicher Software), die entwickelt wurde, um die normale Funktion eines Geräts zu beeinträchtigen, Dateien zu beschädigen oder Informationen zu stehlen – und das ohne Wissen des Benutzers. Damit ein Virus aktiv werden kann, muss der Nutzer eine infizierte Datei oder ein infiziertes Programm ausführen. Anschließend kann sich der Virus schnell im gesamten System verbreiten.

Welche Bereiche kann ein Computervirus beeinträchtigen?

Ist ein Gerät infiziert, kann dies erhebliche Folgen haben:

  • Dateien: Sie können verändert, gelöscht oder beschädigt werden.
  • Gerät: Der Computer oder das mobile Endgerät kann langsamer werden oder Fehlfunktionen aufweisen.
  • Persönliche Daten: Passwörter, Bankdaten und andere vertrauliche Informationen können gestohlen werden.
  • Netzwerk: Der Virus kann sich auf andere verbundene Geräte ausbreiten.
  • Sicherheit: Cyberkriminelle können sich unbefugten Zugriff auf das System verschaffen.

Wie funktioniert ein Computervirus?

Ein Computervirus durchläuft in der Regel folgende Phasen:

  1. Eindringen: Der Virus gelangt über heruntergeladene Dateien, schädliche Links oder E-Mail-Anhänge auf das Gerät.
  2. Installation: Er installiert sich unbemerkt auf dem System.
  3. Aktivierung: Der Virus wird aktiv und beginnt, schädliche Aktionen auszuführen.
  4. Schädigung: Er beschädigt Dateien, stiehlt Daten oder beeinträchtigt das System.
  5. Verbreitung: Der Virus verbreitet sich auf weitere Dateien, Geräte oder Netzwerke.
  6. Beständigkeit: In einigen Fällen bleibt er auch nach einem Neustart des Geräts aktiv.

Wie können Sie sich schützen?

Vorbeugung ist der wirksamste Schutz vor Computerviren. Beachten Sie daher folgende Sicherheitsmaßnahmen:

  • Halten Sie Ihre Antivirensoftware stets aktuell.
  • Aktualisieren Sie regelmäßig Ihr Betriebssystem und alle Anwendungen.
  • Öffnen Sie keine Links oder Anhänge von unbekannten Absendern.
  • Laden Sie Programme ausschließlich von offiziellen und vertrauenswürdigen Quellen herunter.
  • Verwenden Sie starke und einzigartige Passwörter.
  • Erstellen Sie regelmäßig Sicherungskopien (Backups) Ihrer Daten.
  • Aktivieren Sie die Firewall Ihres Geräts.
  • Schützen Sie Ihr WLAN mit einem sicheren Passwort.
  • Sperren Sie Ihre Geräte mit einer PIN, einem Passwort oder biometrischer Authentifizierung.
  • Überprüfen Sie die Berechtigungen, die Sie Anwendungen erteilen.
  • Informieren Sie sich regelmäßig über aktuelle Bedrohungen und bewährte Maßnahmen der Cybersicherheit.

Bekannte Computerviren der Geschichte

Im Laufe der Jahre haben verschiedene Computerviren gezeigt, welche Auswirkungen Cyberangriffe haben können:

  • Brain (1986): Gilt als der erste Virus für IBM-kompatible PCs.
  • ILOVEYOU (2000): Verbreitete sich weltweit per E-Mail und infizierte Millionen von Computern.
  • WannaCry (2017): Eine Ransomware, die die Daten tausender Unternehmen und Organisationen weltweit verschlüsselte und Lösegeld forderte.

Vorbeugung ist der beste Schutz

Die meisten Infektionen beginnen mit einer scheinbar harmlosen Handlung – etwa dem Öffnen einer Phishing-E-Mail, dem Anklicken eines verdächtigen Links oder dem Herunterladen einer Datei aus einer unsicheren Quelle. Wer grundlegende Regeln der Cybersicherheit beachtet und aufmerksam bleibt, kann das Risiko einer Infektion mit einem Computervirus erheblich reduzieren.